DON PASQUALE
 
 
Komische Oper
in drei Akten
von Gaëtano Donizetti
 
 
WIEDERAUFNAHME
23. September 2016 I 19.30 Uhr
Große Bühne
 
Don Pasquale, reich, sehr geizig und eigentlich ein überzeugter Junggeselle, möchte sofort heiraten; am besten ein junges, schönes, sanftes und reiches Mädchen. Mit dieser Heirat will er seinem Neffen Ernesto eins auswischen, der sich in die bezaubernde, aber leider nicht vermögende Witwe Norina verliebt hat. Der Onkel will Ernesto enterben, sollte der sich weiterhin weigern, die für ihn vorgesehene reiche Erbin zu heiraten. Dies alles eröffnet Don Pasquale seinem Freund und Arzt, Doktor Malatesta, – der wiederum auch mit Ernesto befreundet ist. Und Malatestas Sympathien liegen eindeutig bei dem unglücklich verliebten Paar Ernesto und Norina. Um den beiden zu helfen, fädelt er eine raffinierte Intrige ein: Er behauptet, genau die richtige Frau für Don Pasquale zu kennen, die auch sofort zu einer Heirat zur Verfügung stehe. Seine eigene Schwester Sofronia nämlich – aus guter Familie, bescheiden, sparsam, gerade aus der Klosterschule kommend. Malatesta stellt Don Pasquale seine angebliche Schwester – die aber tatsächlich Norina ist – vor; der ist begeistert und lässt auf der Stelle einen Ehevertrag aufsetzen. Was er nicht weiß: Die angebliche Sofronia wird sich nach der Eheschließung sofort in ein kratzbürstiges, eitles, freches und verschwenderisches Scheusal verwandeln. Und leider weiß auch Ernesto zu seinem großen Leidwesen zunächst nicht, dass seine Angebetete Norina nicht plötzlich den alten Onkel heiraten will, sondern nur Malatestas Spiel mitspielt, um den dickköpfigen alten Kauz Don Pasquale ein für alle Mal von seinen Heiratsplänen abzubringen. Viel Stoff für eine sehr kurzweilige, musikalisch hinreißende opera buffa.
 
Donizetti komponierte sein Spätwerk innerhalb weniger Tage im Herbst 1842. Die Uraufführung am 3. Januar 1843 im Théâtre Italien in Paris war ein enormer Erfolg. Noch im selben Jahr wurde das Werk an der Mailänder Scala, in Wien, London, Brüssel und Lille gespielt, in den folgenden Jahren dann in St. Petersburg, Berlin und New York. Donizettis Variante der alten Geschichte vom geizigen Onkel, der aus purer Dickköpfigkeit versucht, das Liebesglück der Jungen zu verhindern, wurde auf der ganzen Welt populär.
 
 
 
 
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