MADAME BUTTERFLY


Tragödie einer Japanerin in drei Aufzügen
Dichtung von Luigi Illica und Giuseppe Giacosa
Musik von Giacomo Puccini


PREMIERE
12. März 2017 I 19.00 Uhr
Große Bühne

Der amerikanische Marineleutnant B. F. Pinkerton liegt mit seinem Schiff „Abraham Lincoln“ mehrere Monate vor Nagasaki vor Anker; er hat sich in die Geisha Cho-Cho-San verliebt, der er den Namen „Butterfly“ gibt, und auch Cho-Cho-San scheint ihn sehr zu mögen. Unbekümmert geht Pinkerton eine sogenannte japanische Ehe mit ihr ein, die es dem Mann jederzeit erlaubt, den Bund wieder aufzulösen. Vor der Eheschließung warnt Konsul Sharpless Pinkerton davor, Butterflys Gefühle leichtfertig zu verletzen, denn sie glaubt an die Ernsthaftigkeit seines Treueversprechens. Kurz vor der Zeremonie tritt sie sogar zum Glauben ihres zukünftigen Mannes über, wofür sie noch während der Hochzeitsfeier von ihren Verwandten verstoßen wird. Kurz nach der Hochzeit fährt Pinkerton zurück nach Amerika und lässt Butterfly in Nagasaki.

Drei Jahre lang wartet Butterfly unbeirrt auf die Rückkehr ihres Mannes. Pinkerton kommt tatsächlich zurück, aber er ist in Begleitung seiner Ehefrau Kate, die er in der Zwischenzeit nach amerikanischem Recht geheiratet hat. Er weiß noch nicht, dass Butterfly nach seiner Abreise vor drei Jahren einen Sohn geboren hat. Und Butterfly ist überzeugt davon, dass Pinkerton gekommen ist, um sie und das Kind endlich zu holen.

Giacomo Puccinis Oper, die 1904 in der Mailänder Scala uraufgeführt wurde, basiert auf einem Roman des französischen Marineoffiziers und populären Schriftstellers Pierre Loti, „Madame de Chrysanthème“, aus dem Jahr 1887. In Puccinis Werk prallen die unterschiedlichen Lebensweisen und Traditionen der fernöstllichen und der westlichen Welt aufeinander und enden für Butterfly in einer Katastrophe.