THEATER DER DICHTUNG

Im 7. Jahr laden wir Sie auch in dieser Spielzeit in der Reihe THEATER DER DICHTUNG ein, in Lesungen großen Werken der Dichtkunst zu lauschen. Die vier musikalisch umrahmten Leseabende mit Schauspielern und Solisten des Ensembles sind wie gewohnt in Aue in der Galerie der anderen Art, im Bergmagazin in Marienberg, im Kulturbahnhof in Stollberg und in der Villa Facius in Lugau zu erleben.
 

 
BIEDERMAIER & SÖHNE
Die literarische Epoche des Biedermeier ist die Zeit in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts, in der sich die meisten Menschen, getrieben von den politischen Gegebenheiten nach dem Wiener Kongress, ins Privatleben zurückzogen und in die Idylle, die ihnen die Kunst verschaffte, flohen. Die Lesereihe BIEDERMAIER & SÖHNE präsentiert Werke von Dichtern der Biedermeierzeit und einem zeitgenössischen Autor, dessen lyrisches Werk in der Tradition seiner literarischen Vorväter steht.
Wir laden Sie ein zu Werken von:
 
 
 
Karoline von Günderrode
 
Wilhelm Hauff
 
Johann Nestroy
 
Durs Grünbein
 
 

 
November
Karoline von Günderrode
Der Schatten eines Traums
 
Im November beginnt die neue Staffel der literarischen Lesereihe THEATER DER DICHTUNG, die nun schon im 7. Jahr die Gelegenheit bietet, sich zuhörend in große Werke der Dichtkunst zu versenken. In diesem Jahr lautet der Titel der vierteiligen Reihe BIEDERMAIER & SÖHNE. Die literarische Epoche des Biedermeier ist die Zeit in der ersten Hälfte des 19. Jahrhunderts, in der sich die Menschen, getrieben von den politischen Bedrängnissen nach dem Wiener Kongress, ins Privatleben zurückzogen und in die Idylle und Kunst flohen. Die Lesereihe BIEDERMAIER & SÖHNE präsentiert Werke von Dichtern aus dieser Zeit und eines zeitgenössischen Autors, dessen lyrisches Werk in der Tradition seiner literarischen Vorväter steht.

Im November stehen Texte von Karoline von Günderrode auf dem Programm, einer faszinierenden Dichterin der frühen Romantik, Freundin von Bettina von Arnim, deren Werk um ein Haar in Vergessenheit geraten wäre, wenn sie nicht durch die Erzählung „Kein Ort. Nirgends.“ von Christa Wolf im Bewusstsein unseres literarischen Erbes festgehalten worden wäre.
 
Künstlerische Leitung: Annelen Hasselwander
Es lesen Marie-Louise von Gottberg und Udo Prucha.
an der Harfe Friedhelm Peters
 

 
Januar
Wilhelm Hauff
Vom Wirtshaus im Spessart und anderen Märchen
 
Gleich im Januar präsentiert das Eduard-von-Winterstein-Theater mit einem Abend zu Wilhelm Hauff die nächste Runde seiner literarischen Lesereihe „Theater der Dichtung“.
Die Reihe, die in diesem Jahr die über allen vier Lesungen stehende Überschrift „Biedermaier & Söhne“ trägt, befasst sich mit Dichtern aus der Biedermeierzeit, einer Epoche, in der sich die Menschen, getrieben von den politischen Bedrängnissen nach dem Wiener Kongress, ins Privatleben zurückzogen und in die Idylle und in die Kunst flohen. Auch Wilhelm Hauff, Dichter der Romantik, der heute vor allem durch seine Kunstmärchen, wie „Der kleine Muck“, „Zwerg Nase“, „Das kalte Herz“ oder „Kalif Storch“ bekannt ist, schrieb in dieser Zeit. Ein bißchen an den Rand der Wahrnehmung geraten sind Hauffs Erzählungen für Erwachsene, denen sich der Abend im Januar widmen wird.
 
Künstlerische Leitung: Annelen Hasselwander
Es lesen Silvia Giese und Ingolf Huhn in Aue und Marienberg und
Silvia Giese und Gerd Schlott in Stollberg und Lugau.
 

 
März
Durs Grünbein
Una storia vera
 
Im März geht die diesjährige literarische Lesereihe „Biedermaier & Söhne“ mit einem zeitgenössischen Dichter in die dritte Runde, der sich bewusst in die Traditionslinien früherer Generationen stellt und in seinem Werk mit diesen Traditionen spielerisch umgeht.
Der 1962 in Dresden geborene Lyriker Durs Grünbein gilt als einer der bedeutendsten deutschsprachigen Poeten der Gegenwart. 2015 erschien sein viel beachteter Roman „Jahre im Zoo“, in dem er seine Kindheit in Hellerau beschreibt.
Der Band „Una storia vera“ aus dem Jahr 2008 mit dem Untertitel „Ein Kinderalbum in Versen“ ist eine Serie von erzählenden Gedichten, die das erste Lebensjahr eines kleinen Mädchens in Versen beschreibt. „Wie sonst als einen kleinen Dieb soll man ein Wesen nennen, das einem Zeit raubt und Nerven und Lebenskraft, vielleicht sogar den Verstand. Das Wunder ist nur, daß man den Quälgeist, anstatt ihn fernzuhalten, sogleich ins Herz schließt und bald nur noch Augen hat für sein Theater, seine Launen, sein unwahrscheinliches Wachstum. In diesem Moment ist man verloren.“ So der Autor.
 
Künstlerische Leitung: Annelen Hasselwander
Es lesen Christiane Schlott und Nenad Žanić.
Die Lesung wird wie immer musikalisch umrahmt.
 

 
April
Johann Nestroy
Freiheit in Krähwinkel
 
Der letzte Abend der literarischen Lesereihe THEATER DER DICHTUNG in dieser Spielzeit präsentiert eine „Posse in zwei Abtheilungen“, (I. Abtheilung: Die Revolution; II. Abtheilung: Die Reaktion) des legendären Wiener Komödianten und Komödienschreibers aus der Biedermeierzeit, Johann Nestroy. „Freiheit in Krähwinkel“ entstand im Revolutionsjahr 1848 und wurde am 1. Juli desselben Jahres als „Benefiz-Vorstellung“ für Nestroy am Carl-Theater in Wien uraufgeführt. Das Stück schildert die turbulenten Geschehnisse im idyllischen Krähwinkel, als die Nachricht von der ausgebrochenen Revolution in Wien den Ort erreicht. Die Bürger von Krähwinkel sind begeistert, die „Honoratioren“ entsetzt, die Redakteure klagen über Censur. Die Bürger planen den Aufstand, aber vorerst kommt es nur zu einer Katzenmusik, die den Bürgermeister schlecht träumen lässt. Doch die Bürger versuchen weiterhin mit unkonventionellen Mitteln, sich gegen die reaktionären Umtriebe und die Winkelzüge des Bürgermeisters zu wehren.
 
Künstlerische Leitung: Annelen Hasselwander
Es lesen Marie-Louise von Gottberg und Ingolf Huhn.

Die Lesung wird wie immer musikalisch umrahmt.
an der Harfe: Friedhelm Peters (4. und 23. April)
am Piano: Jens Olaf Buhrow (11. und 20. April)
 
 
 Die genauen Termine entnehmen Sie dem Spielplan auf unserer Internetseite.