• Die Physiker
DIE PHYSIKER


Komödie
von Friedrich Dürrenmatt


PREMIERE
4. Dezember 2016 I 19.00 Uhr
Große Bühne

Der angesehene, für seine hochrationale Weltsicht bekannte Physiker Johann Wilhelm Möbius, der mit der Entdeckung der „Weltformel“ bekannt wurde, behauptet, regelmäßig Gespräche mit König Salomo zu führen, der sich nur ihm zeige. Freiwillig hat sich Möbius deshalb in ein privates Sanatorium für Geisteskranke begeben. Vor zwei Jahren haben sich hier noch zwei weitere Physiker als Patienten einweisen lassen: Herbert Georg Beutler, der vorgibt Isaac Newton zu sein und Ernst Heinrich Ernesti, der sich offenbar für Albert Einstein hält. Die Anstalt wird von Fräulein Dr. Mathilde von Zahnd geleitet, einer resoluten, geheimnisumwitterten Ärztin.

Genauso rätselhaft wie die Geschichten der drei angeblichen Wissenschaftler – man fragt sich schnell, ob sie tatsächlich alle drei geisteskrank sind – stellen sich die Ereignisse in der Irrenanstalt dar: Vor wenigen Tagen hat sich hier ein Mord ereignet; es ist schon der zweite, den ein Patient, einer der Physiker, an seiner Krankenschwester verübt hat, und es wird nicht der letzte sein. Als die Polizei eintrifft, um ihre Ermittlungen aufzunehmen, vernichtet Möbius seine Weltformel, die zur Ausrottung der gesamten Menschheit führen könnte, wenn sie in falsche Hände geriete. Aber war es dafür nicht schon zu spät?

Das 1962 am Schauspielhaus Zürich uraufgeführte Stück des Schweizer Dramatikers Friedrich Dürrenmatt, entstanden in der Zeit des Kalten Krieges, katapultiert seine Zuschauer von einer überraschenden Wendung in die nächste. Die hochaktuelle Frage nach der moralischen und politischen Verantwortung der wissenschaftlichen Forschung des Menschen setzt Dürrenmatt in den Rahmen einer grotesken Komödie, denn, so Dürrenmatt:

Uns kommt nur noch die Komödie bei. Unsere Welt hat ebenso zur Groteske geführt wie zur Atombombe. Doch das Groteske ist nur sinnlicher Ausdruck, ein sinnliches Paradox, die Gestalt nämlich einer Ungestalt, das Gesicht einer gesichtslosen Welt.
 
 
 
 
 
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