Grußworte Ingolf Huhn

 

 

 

Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Theaterbesucher!

Was sehen wir im Theater? Und was hören wir? Uns selbst, vielleicht wie in einem Spiegel? Und wollen wir das?

Theater ist, anderen beim Leben zuschauen und wenn wir Glück haben, hat das mit uns zu tun, mit unserem Leben und unserer Art, durch die Welt zu laufen. Und wenn wir noch mehr Glück haben, ist es noch ein bißchen mehr als nur ein einfaches Abbild von anderem Leben – so, wie wir es auf den flachen Bildschirmen manchmal sehen können. Sondern Dichtung: Verdichtung, ein Stück Leben, das ein Dichter in die Hand genommen hat und es so geknetet, geformt, zurechtgeschnitzt hat, dass wir uns besser darin erkennen können, als nur in einem Spiegel. Und wenn das Glück ganz groß ist, ist dieses Zusehen so, dass es Spaß macht, Freude, und dass uns das Herz dabei schlägt und dass wir mit den Leuten da oben fühlen und bangen und hoffen und weinen. Nur Freude muss es machen. Das ist der Weg, durch den die Wahrheit bei uns hereinkommt. Auch mal eine unangenehme.

Über einem der ganz großen und wichtigen Theater in unserem Land steht als Widmung „Dem Volke zur Freude und Erhebung“. Das ist es. Dieses Volk sind wir alle, die Leute hier in unserem Land – und das Theater und der Konzertsaal sind die wichtigsten Orte zur „Erhebung“, zum Nachdenken über unser Leben und zum Reden darüber, zum Streiten und zum Glücklichsein. Mit Freude, mit Spaß.
In so einem Spiegel, im Übrigen, erkennt man sich gar nicht richtig. Denn das, was er zeigt, ist ja seitenverkehrt.

Deshalb:
Kommen Sie oft zu uns!

Ihr
Dr. Ingolf Huhn
Geschäftsführender Intendant

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