Sehr geehrte Damen und Herren,
liebe Theaterbesucher!

Was interessiert uns an anderen Menschen? Neugier? Anteilnahme? Beispiel? Was bedeutet es uns, anderen beim Leben zuzuschauen? Bei ihren Fehlern, ihren Erfolgen, ihrem Zusammenbruch, ihrer Freude?
Wollen wir lachen über ihr Stolpern? Wollen wir weinen mit ihnen über ihr Glück? Oder wollen wir etwas lernen?
„Es sucht der Bruder seine Brüder“, singt Beethoven, und – wirklich atemberaubend – „kann er helfen, hilft er gern“. Das wäre toll. Aber das ist der Weg, auf den uns das Theater mitnimmt – wenn es genau ist und wenn es hineinhört in seine Helden und in die Musik, die von der Seele erzählt.
Was wir vom Theater wollen sind Geschichten, in denen wir mitleben können, mitlachen, mit weinen und glücklich sein: wirkliches Leben. Und manchmal können wir ihnen etwas zurufen, wie die Kinder im Weihnachtsmärchen, die den Prinzen vor der Hexe warnen. Wenn wir etwas älter sind, rufen wir leiser. Aber wir rufen noch. Und all’ diese Menschen kommen in unser Leben: Mariza und Martha, der Bajazzo Canio und Peter Pan. Und Flitsch Gamasche und Darius Daréus und Sally Bowles und auch das Käthchen von Heilbronn. Und Tschick sowieso. Wir leben ein Stück mit ihnen. Und hinterher, wenn wir rausgegangen sind aus dem Theater, fehlt uns etwas.

Deshalb:

Kommen Sie oft zu uns!
 
 
Ihr
Dr. Ingolf Huhn
Geschäftsführender Intendant