THEATER DER DICHTUNG

Nun schon zum 8. Mal laden wir Sie auch in dieser Spielzeit wieder ein, in der literarischen Lesereihe THEATER DER DICHTUNG zu Gast zu sein und großen Werken der Dichtkunst zu lauschen. Die vier musikalisch umrahmten Leseabende mit Schauspielern und Solisten des Ensembles und Mitgliedern der Erzgebirgischen Philharmonie Aue, sind wie gewohnt in Aue in der Galerie der anderen Art, im Bergmagazin in Marienberg, im Kulturbahnhof
 

 
1893 – DAS THEATERJAHR
Der 125. Geburtstag des Eduard-von-Winterstein-Theaters im April 2018 ist der Anlass, für die literarischen Lesungen der Jubiläumsspielzeit 2017/2018 in das Gründungsjahr des Theaters 1893 zurückzugehen und dort nach Lesestoff zu suchen. Gefunden haben wir das Schauspiel „Anatol“ von Arthur Schnitzler, den Roman „Kloster Lugau“ von Wilhelm Raabe und Fontanes „Frau Jenny Treibel“; alle Werke sind 1893 entstanden oder wurden in diesem Jahr veröffentlicht. Die Memoiren von Eduard-von-Winterstein, dem Namensgeber des Theaters, der 1893 als junger Schauspieler in Annaberg-Buchholz engagiert war und in der Eröffnungs-Inszenierung „Egmont“ die Titelrolle spielte, runden das diesjährige Programm der Lesereihe ab.
 
 
 
Theodor Fontane
 
Arthur Schnitzler
 
Wilhelm Raabe
 
Eduard von Winterstein
 
 

 
Der 125. Geburtstag des Eduard-von-Winterstein-Theaters im April 2018 ist der Anlass, für die literarischen Lesungen der Jubiläumsspielzeit 2017/2018 in das  Gründungsjahr des Theaters 1893 zurückzugehen und dort nach Lesestoff zu suchen. In dieser Spielzeit werden Texte gelesen, die aus dem Jahr der Eröffnung des Theaters 1893 sind.
 

 
November
Theodor Fontane
Frau Jenny Treibel
 
Jenny Treibel hat den gesellschaftlichen Aufstieg geschafft. Die Tochter eines kleinen Materialwarenhändlers gehört durch die Heirat mit einem reichen Fabrikanten zum exklusiven Kreis des berliner Großbürgertums. Als angesehene Kommerzienrätin veranstaltet Jenny regelmäßig prächtige Feiern, bei denen sie sich als Kunstliebhaberin präsentiert. Bildung und Authentizität haben bei ihr einen höheren Stellenwert als Besitz und Äußerlichkeiten, sagt sie.
Wie ernst Jenny diese Einstellung jedoch tatsächlich vertritt, zeigt sich, als die kluge Professorentochter Corinna Schmidt Interesse an Jennys Sohn Leopold zeigt. Eine Ehe zwischen den beiden kommt für Jenny nicht in Frage, denn Corinna kommt aus den bescheidenen Verhältnissen einer bildungsbürgerlichen Familie.

Mit liebevoll ironischen Blick kommentiert Fontane in seinem Roman die Berliner Gesellschaft der Gründerzeit.
 
Künstlerische Leitung: Johann Pfeiffer
Es lesen Christiane Schlott und Madeleine Tost.

an der Harfe Friedhelm Peters
 

 
Januar / Februar
Arthur Schnitzler
Anatol
 
Gierig. Eifersüchtig. Und voller Sehnsucht. So ist Arthur Schnitzlers bekannte Bühnenfigur Anatol. Wie kein anderer steht der „leichtsinnige Melancholiker“ für die innere Verfassung der bürgerlichen Gesellschaft Österreichs an der Wende vom 19. zum 20. Jahrhundert. In sieben Einaktern schildert Schnitzler die facettenreiche Charakterstudie eines reichen Großbürgersohns, der sich rücksichtslos seinen Launen und Trieben hingibt, ohne glücklich und zufrieden zu werden. Leidenschaftlich stürzt sich Anatol von einer Affäre in die nächste und betrügt die Frauen ohne Skrupel. Wenn er aber feststellen muss, dass eine ihm nicht willenlos verfallen ist, reagiert er tief verletzt. Wer ist der Verführer und wer der Verführte? Ein reizvolles Spiel um Liebe, Aufmerksamkeit und Macht.
 
Künstlerische Leitung: Johann Pfeiffer
Es lesen Julia Schmidt und Ingolf Huhn.
an der Harfe Friedhelm Peters
 

 
 Die genauen Termine entnehmen Sie dem Spielplan auf unserer Internetseite.